Ab durch den Wald (Klasse 7)

Was wir theoretisch im Unterricht lernen, wollen wir natürlich auch praktisch erleben. Für den Biounterricht der letzten Wochen zum Thema Wald bedeutet dies: wir erkunden dieses Ökosystem mit all unseren Sinnen.

Daher ging es für alle 7. Klassen an vier verschiedenen Tagen in den Bucher Forst. Ausgestattet mit wetterfester und gegen Zecken schützender Kleidung sowie einer vollen Brotdose durchbrachen wir am Pölnitzweg die Grenze zum Wald.

Die freundliche Waldpädagogin stattete uns zunächst mit kleinen Handspiegeln aus, die wir direkt über der Nase und unter den Augen platzieren sollten, um zu erleben, was über uns im Wald passiert. Durch diesen kleinen Ausschnitt wurden wir auf bisher unbemerkte Details im Blätterdach aufmerksam.

Ein nachfolgendes Experiment zur Wasserleitung in Bäumen beeindruckte uns. Dabei wurde Seifenwasser durch eine Baumscheibe gepustet. Auf der Rückseite bildete sich nun Schaum.
Das wollten wir jetzt alle mal probieren. Kein Problem.

Im Anschluss an die Schaumparty erkundeten wir die Beschaffenheit von Rinde, unterschieden wir die einzelnen Baumarten und gingen auf Spurensuche. Gefunden haben wir tatsächlich Druckspuren von Rotwild in der Erde.

Jetzt gingen wir in Kleingruppen auf die Suche nach Zersetzern. Vorher klopfte die Waldpädagogin noch unser Vorwissen zum Thema ab. Wir haben uns aber echt gut geschlagen. 
Jede Gruppe durfte nun eine Tierkarte ziehen, wobei sie das abgebildete Objekt in der Erde, unter Baumstämmen oder im Laub finden musste. Diese schier unmögliche Aufgabe konnten wir aber erfolgreich bewältigen. Wir fanden Tausendfüßerarten, Würmer, Mistkäfer und andere Kleinstlebewesen. In Lupengläsern haben wir die kleinen Racker dann genauer untersucht.

Nach einer ausgedehnten Pause traten wir nun den Heimweg an. Dabei mussten wir auch durch ein Naturschutzgebiet laufen. Hier sahen wir, natürlich erst als wir ganz ruhig waren, Gänse auf Nahrungssuche und brütende Vögel. Beeindruckend.

Wir hatten Spaß im Wald. Einige Mitschüler bemerkten in der Feedbackrunde sogar, dass sie viel zu selten draußen sind. 
Na, da haben wir doch alles richtig gemacht! Natur erleben statt nur drüber reden! Biounterricht zum Anfassen.